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Faszientraining - das emotionale Organ und das myofasziale Beckenschmerzsyndrom

Kopfschmerzen im Becken: Faszien - das emotionale Organ und das chronische Beckenschmerzsyndrom

Im Beckenboden liegen Freude und Leid oft nahe beieinander. Eine traumatisch erlebte Geburt, anhaltender, emotionaler Stress, Burnout oder sexueller Missbrauch hinterlassen Spuren in Nervensystem, Psyche und im kleinen Becken. Dank der Faszienforschung verstehen wir mittlerweile die komplexen Zusammenhänge zwischen dem chronischen myofaszialen Beckenschmerzsyndrom (‚Kopfschmerz im Becken‘) der Interozeption und der Beteiligung zwischen Faszien und dem vegetativen Nervensystem so viel besser. So trägt die ‚Faszie als emotionales Organ‘ massgeblich zu pathologischen Veränderungen der Gewebearchitektur und der Entstehung von chronischen Schmerzzuständen bei. Hier spielt die Interozeption - die Innenwahrnehmung - eine bedeutende Rolle, denn diese wird massgeblich über die faszialen Rezeptoren im kollagenen Netzwerk gesteuert. Basierend auf der hochspannenden Theorie setzen die praktischen Inhalte dieser Fortbildung an. Es werden konkrete Empfehlungen zur begleitenden Faszientherapie, sowie zur Unterstützung der Selbstregulation und somatischen Resilienz vermittelt. Zum einen geht es darum, strukturelle Fehlspannungen und fasziale Kontrakturen lokal und weiträumig im kleinen Becken zu lösen. Zum anderen um therapeutische Interventionen, die über eine achtsamkeitsbasierte Interozeptionssteuerung, eine heilsame Stressverarbeitung und Schmerzreduktion nachhaltig fördern.

Inhalt

  • Sensitivität, neurophysiologische Auswirkungen und Stimulation der jeweiligen faszialen Rezeptoren.
  • Wechselwirkungen zwischen Faszienspannung, autonomen Nervensystem und emotionalem Stress.
  • Faszien und Propriozeption. Der Einfluss auf das Körperschema und die therapeutische Intervention bei Dysfunktion.
  • Faszien und Interozeption: Einfluss von viszeralen und subkutanen Mechanorezeptoren auf das Körperbild.
  • Psychoemotionale Auswirkungen von traumatischen Erlebnissen und Faszien als Schmerzauslöser.
  • Die Bedeutung der somatischen Marker und der faszial gesteuerten Wahrnehmung
  • Spezifische myofasziale Ketten und deren Spannungsübertragung ins kleine Becken.
  • Fasziale Dehnungen mit Hinblick auf deren anti-inflammatorische Wirkung zur Wiederherstellung der Geschmeidigkeit der faszialen Gewebe.
  • Werkzeuggestützte Selbstbehandlungstechniken zum Lösen vonfaszialen Kontrakturen im kleinen Becken.
  • Positional Release Techniken als nicht invasive Intervention über das autonome Nervensystem
  • Die polyvagale Theorie nach Prof. Stephen Porges und deren Implikationen für die therapeutische Begleitung.
  • Vagus Training, achtsamkeitsbasierte Entspannungstechniken und atemtherapeutische Stimulation zur Förderung der Interozeptionssteuerung.

Bemerkung

Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmer*innen Zugang zu einem Webinar zu den Grundlagen der Faszienanatomie und des Faszientrainings. Zur Nachbereitung erhalten die Teilnehmer*innen Video Mitschnitte der praktischen Einheiten.

Kursdaten

21.10 - 22.10.2023
Sa, So
21.10.2023
Sa
09:00 - 17:00
22.10.2023
So
09:00 - 17:00


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